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Vorsicht vor Legionellen in Wasserleitungen nach dem Corona-Shutdown!

Mikroorganismen machen Party nach Corona-Shutdown!

Der Corona-Shutdown geht zu Ende - beenden Sie die Party für schädliche Mikroorganismen in Ihrem Trinkwasser!

Angesichts der Tatsache, dass Legionellen Lungenentzündungen auslösen können, ist bei der Wiederinbetriebnahme von Trinkwasseranlagen in Firmengebäuden, Sportstudios, Vereinsanlagen, Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen usw., in denen das Wasser wegen des Corona-Shutdowns längere Zeit nicht geflossen ist, besondere Vorsicht vor Legionellen geboten.

Unser Leitungswasser ist ein Lebensmittel und wird ständig kontrolliert.
Es ist jedoch nicht steril und enthält Mikroorganismen und Mineralien, die unser Körper benötigt. Hin und wieder befinden sich aber auch krankmachende Bakterien, wie z.B. Legionellen, im Leitungswasser.
Die deutsche Trinkwasserverordnung (TrinkwV) fordert daher einen „bestimmungsgemäßen Betrieb“ der Trinkwasserinstallation.

Durch den längeren Stillstand des Wassers und Temperaturen zwischen 20 und 60 Grad kann sich durch Vermehrung der Mikroorganismen in den Leitungen Biofilm bilden. (Sie kennen das vielleicht von der Blumenvase, in der sich nach wenigen Tagen an der Wandung ein schleimiger Film bildet.)
Dieser Biofilm besteht aus Mikroorganismen, die sich in diesem Bereich der Trinkwasserinstallation sehr wohl fühlen, vermehren und durchgehend Party machen.

Sollten dabei jedoch einige ungebetene Gäste sein wie z.B. Legionellen, sprengen diese die Party und bereiten dem Betreiber der Trinkwasseranlage im Nachhinein durch eine mögliche hohe Legionellenbelastung böse „Kopfschmerzen“ in Form von kostspieligen Maßnahmen bei der Wiederinbetriebnahme.
Durch den Stillstand in den Leitungen können sich zu dem auch noch Substanzen aus den Leitungen lösen, Korrosion und Ablagerungen sowie Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen bilden.

Trinkwasserinstallationen dürfen nicht ohne weiteres wieder in Betrieb genommen werden, sondern müssen je nach Dauer des Stillstands fachgerecht gespült werden.
Orientieren können sich die Betreiber des Objektes dabei unter anderem an der Trinkwasserverordnung der Bundesregierung (TrinkwV) sowie den Richtlinien des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW).

Maßnahmen vor der Wiederinbetriebnahme

Im Idealfall wurden die Wasserleitungen auch während des Shutdowns alle 72 Stunden für mehrere Minuten durchgespült um die Bildung von Biofilm und Ausbreitung von Legionellen von vorneherein zu verhindern. Ist dies nicht geschehen, so müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Nach einem Stillstand von länger als sieben Tagen schreiben die Richtlinien vor, dass die Wasserentnahmestellen mindestens fünf Minuten lang geöffnet und bis zur Temperaturkonstanz abgelaufen sein müssen.

Bei einer Wiederinbetriebnahme nach bis zu vier Wochen Stillstand muss die Trinkwasserinstallation fachgerecht gespült (DVGW W 557) werden. Der vollständige Trinkwasseraustausch der Anlage oder der Anlagenteile muss sichergestellt sein.

Nach einer Stilllegung für mehr als vier Wochen ist zusätzlich zur vorangegangenen Spülung eine mikrobiologische Untersuchung gemäß TrinkwV (kalt + warm) inklusive Legionellen (kalt + warm) erforderlich.

Sollten hierbei Legionellen in mehr als 100 koloniebildenden Einheiten (KBE) je 100 ml gefunden werden sind diese beim Gesundheitsamt anzuzeigen.
Ab mehr als 10.000 KBE verhängt das Gesundheitsamt ein Duschverbot oder rät zur Verwendung von Wassersterilfiltern, die die Legionellen zurückhalten und eine uneingeschränkte Nutzung ermöglichen, bis die Legionellen-Belastung beseitigt ist.

Sollten Sie den Einsatz von Legionellenfiltern erwägen, beraten wir Sie gerne.